aktion leben: Hände weg vom Familienbonus!
„Eltern möchten auch erwerbstätig sein und auf eigenen Beinen stehen. Das heißt aber keinesfalls, dass berufstätige Eltern im Überfluss schwimmen. Die meisten jungen Familien schnallen den Gürtel bereits enger und sind ständig am Rechnen, wie sie für ihre Kinder notwendige Ausgaben bewältigen können. Die Steuererleichterung für berufstätige Eltern in Form des Familienbonus ist gerecht und das richtige Signal“, sagt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich.
Berufstätigkeit und Familie wünschenswert
„Die Berufstätigkeit von Müttern und Vätern ist wichtig für Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit, beugt Abhängigkeit vor und fördert Integration. Wir müssen auch Menschen stärken, die Steuern zahlen und Kinder großziehen. Der Familienbonus ist kein Zuckerl, sondern Gerechtigkeit und bedeutet das steuerfreie Existenzminimum für Kinder“, betont Kronthaler.
Entlastung für Familien dringend nötig
Kronthaler weist darauf hin, dass viele Familien die 2.000 Euro im Jahr pro Kind, die sie maximal an Steuererleichterung geltend machen können, zudem dringend benötigen. „Die Kosten laufen den Familien davon, die Teuerung spüren Familien besonders. Planungssicherheit ist Familien ganz besonders wichtig und der Familienbonus ist im Familienbudget definitiv bereits eingeplant“, sagt Kronthaler, die mit dem Katholischen Familienverband deutlich gegen Pläne, den Familienbonus wieder zu streichen, protestiert.
Mut zu Kindern stärken
„Immer mehr junge Menschen überlegen sich, ob sie sich Kinder noch leisten können. Ihre Überlegungen sind nachvollziehbar angesichts von Inflation, den teuren Wohnungen und gestiegenen Energiekosten. Wir sollten daher nicht weniger, sondern mehr investieren, damit das Leben für junge Eltern mit Kindern leichter wird“, schließt Kronthaler.